Herz zum Herzen ist nicht weit

Unter lichten Sternen,

Und das Aug, von Tau geweiht

Blickt zu lieben Fernen;

Unterm Hufschlag klingt die Welt,

Und die Himmel schweigen,

Zwischen beiden mir gesellt

Will der Mond sich zeigen.

 

Zeigt sich heut in roter Glut

An dem Erdenrande,

Gleich als ob mit heißem Blut

Er auf Erden lande.

Doch nun flieht er scheu empor,

Glänzt in reinem Lichte,

Und ich scheue mich auch vor

Seinem Angesichte.


Das Gedicht "Ritt im Mondschein" stammt von   (1781 - 1831).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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