Dein süsses Bild, O Bäschen,

schwebt stets um meinen Blick

allein in trüben Zähren

daß due - es selbst nicht bist.

Ich sehe es wenn der abend

mir dämmert, wen der Mond

mir glänzt, seh ichs und - weine

daß du - es selbst nicht bist.

Bey Jenen Tahles Blumen

die ich ihr lesen will,

bey Jenen Myrtenzweigen

die ich ihr flechten will

beschwör ich dich Erscheinung

auf, und verwandle dich

Verwandle dich, Erscheinung S: V:

und werd - O Bäschen selbst P: T:

finis coronat opus, Edler v: Sauschwanz.


Das Gedicht "Eine zärtliche Ode!" stammt von   (1756 - 1791).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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