(Volksweise)

 

Wohl dem, der geschworen

Zur Fahne den Eid,

Der sich zum Schmuck erkoren,

Des Königs Waffenkleid.

 

Sei Treue verraten,

Sei Ehre verbannt,

Doch gehn mit dem Soldaten

Sie beide Hand in Hand.

 

Es grüßt ja zur Seite

Sein Säbel ihm zu,

Und ruft ihm aus der Scheide:

»So treu wie Stahl seist du!«

 

Die Büchse, sie winket

So freundlich und rein;

So rein als wie sie blinket,

Soll seine Ehre sein

 

Das tönt ihm so süße,

Das schwellt ihm den Arm,

Das macht, wie Liebchens Küsse,

Soldatenherz so warm!

 

Drum auf! es ertönen

Trompeten voll Mut;

In Vaterlandes Söhnen

Wallt treues Heldenblut!

 

Die Welt mag zerreißen

Die Schwüre wie Spreu:

Ich weiß ein Wort wie Eisen,

Es heißt: Soldatentreu.


Das Gedicht "Soldatentreue" stammt von   (1802 - 1827).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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