dem jungen Ehepaar
Die Tante wird Frau Helferin,
Der Onkel wird ihr Mann,
Wir wissen′s ganz gewiß, sie hat
Das Hochzeitkleidchen an.
Jetzt darf sie nicht mehr von ihm fort,
Bleibt nicht viel Wochen fern;
Das freut uns recht, wir gönnen′s ihr,
Sie hat ihn ja so gern.
Sie bleibt bei ihm in seinem Haus,
Sie hat ihn alle Tag;
Sie macht ihm morgens den Kaffee
Und kocht ihm, was er mag.
Sie backt ihm Kuchen groß und süß
Und viele Zwiebeln drin,
Wie kriegt′s der Onkel doch so gut
Bei seiner Helferin.
So leben sie und freuen sich
Noch viele Dutzend Jahr,
Und Onkel hat die Tante gern,
Wie′s bei der Hochzeit war,
Und sind wir Mädchen einmal groß,
Dann sind sie alte Leut!
Dann kocht sie ihm noch alle Tag
Und liebt ihn noch, wie heut.
Das Gedicht "Die kleinen Geigerlein" stammt von Wilhelm Hauff (1802 - 1827).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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