1.

 

Lieber drei Wochen gehungert, und dann mit wallender Feder,

Tamburin und Gesang nur zum Testaccio hinaus!

 

2.

 

Nur geprügelt den Mann, wenn er murrt! Am Carneval muß man

Schwärmen, mit Mask′ und Kostüm′ Cors′ und Theater durchziehn.

 

3.

 

Jetzt kommt der Pabst und die Prozession! Und den schreienden Kleinen

Packt die Mutter sofort ein und hinaus aus dem Haus.

 

4.

 

Wer auch plagte sich nur an dem Heerd, am Camine! Man ziehet

In die Schenke getrost mit der Familie ein.


Das Gedicht "Weibliche Minente" stammt von   (1804 - 1830).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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