Nie ist die Göttin geworden, von Anfang ist sie, vollkommen
Stieg sie der Welt aus des Meers rauschenden Wassern empor.
In der flücht′gen Natur ist sie die dauernde Seele,
Und im Wechsel der Form ist sie das ew′ge Gesetz,
Unter sichtbar Gemischtem die tief unsichtbare Einheit,
Unter dem Einzelnen ruht bleibend als Ganzes sie fest.
Und als vollkommne Idee gereifter dauernder Schönheit
Zeigt sie dem Sinn nicht, dem Geist nur die olympische Macht.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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