1.
Einst war dem herrschenden Rom zu eng die lebendige Erde,
Heutigen Tages ist′s kaum noch für ein Büchlein genug
2.
Hannibal fürchtete sich vor Roma′s ewigen Mauern,
Aber der Britte trägt nun Rom ganz behaglich im Sack.
Gedichte
Wilhelm Friedrich Waiblinger
1.
Einst war dem herrschenden Rom zu eng die lebendige Erde,
Heutigen Tages ist′s kaum noch für ein Büchlein genug
2.
Hannibal fürchtete sich vor Roma′s ewigen Mauern,
Aber der Britte trägt nun Rom ganz behaglich im Sack.
Das Gedicht "Vasi" stammt von Wilhelm Friedrich Waiblinger (1804 - 1830).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.