Nicht von Heroen und Kriegern, von Königen oder Tyrannen,

Dion und Dionys und von Timoleon nicht,

Nicht von Roger dem Grafen, von Arabern oder Normannen,

Nicht von Staufen ertönt oder von Franken mein Lied.

Euch, o freundliche Wellen, entrauscht den Saiten der Wohllaut,

Die ihr purpurnen Scheins lustig den Kahn mir umhüpft.

Noch umwehn mich die Düfte des fruchtbeladenen Thales,

Wo verschwindend Natur Wollust empfindet und weckt.

Und der spiegelnden Fluth entragt der geröthete Meerfels,

Den der Schiffer umfährt, wenn er Panormus erstrebt.

Lachend rollet der Golf die glänzenden Wogen und ferne

Dämmert im Reiche Neptuns Ustica bläulichen Dufts.

Und dem felsigen Hang, der niederhängt in die Wasser,

Rudr′ ich entgegen; wie süß hier die Erinnerung ist!

Hykkara schwand, es zerstört′ es der Grieche; doch immer lebendig

Bleibt dein reizendstes Bild, schönste der Griechinnen, mir.

Laïs Heimath zu sein, nicht rühme sich dessen Carini,

Wenn es der Tochter auch ewige Glorie verdankt.

Eher glaub′ ich, sie stieg vollendet aus goldenen Fluthen,

Um dem entzückten Geschlecht sichtbare Göttin zu sein.


Das Gedicht "Sicilianische Lieder (8) - Die Tochter von Carini" stammt von   (1804 - 1830).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte