Ist dir die Liebe der Faden, woraus das Weltall gesponnen,
Der alles Wesen und selbst Gräschen und Sterne verknüpft,
Dann in Francesco vielleicht hast du den Dichter gefunden,
Der das geheime Gespinnst bis an das Ende verfolgt,
Aber ich sorg′, es hanget die Welt noch an anderen Dingen,
Und die Lieb′ nicht allein gab ihr Bewegung und Sein.
Darum mag′s dich verdrießen, wenn Laura nur wie zum Halsschmuck
Himmel und Erde Petrarc′s schwärmender Sinnlichkeit trägt;
Oder es langweilt dich: er leiht dir die magische Brille,
Aber dein kälterer Sinn siehet zuletzt nur ein Weib.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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