Alles sind′ ich in dir, Laokoon, Zeus und Apollo,
Aus dem gestürzten Olymp flohen die Götter zu dir.
Welt der Griechen und Römer, du zeigst auch ägyptische Götzen,
Und Brittania versorgt reichlich mit Mumien dich.
Gedichte
Wilhelm Friedrich Waiblinger
Alles sind′ ich in dir, Laokoon, Zeus und Apollo,
Aus dem gestürzten Olymp flohen die Götter zu dir.
Welt der Griechen und Römer, du zeigst auch ägyptische Götzen,
Und Brittania versorgt reichlich mit Mumien dich.
Das Gedicht "Mumien im Vatican" stammt von Wilhelm Friedrich Waiblinger (1804 - 1830).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.