Wär′ ich vielleicht im Olymp? Hier seh′ ich Fabel, Geschichte,
Rom, Aeneas, Ulyß und die homerische See,
Ist es der Pegasus, der den Wandrer zum Berge herauftrug?
Nein! die moderne Welt kommt hier zu Esel herauf.
Gedichte
Wilhelm Friedrich Waiblinger
Wär′ ich vielleicht im Olymp? Hier seh′ ich Fabel, Geschichte,
Rom, Aeneas, Ulyß und die homerische See,
Ist es der Pegasus, der den Wandrer zum Berge herauftrug?
Nein! die moderne Welt kommt hier zu Esel herauf.
Das Gedicht "Monte Cavo" stammt von Wilhelm Friedrich Waiblinger (1804 - 1830).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.