Auf jähen Felsen grauen alte Thürme,
Es gähnt der Abgrund unter ihren Füßen,
Ein halb Jahrtausend wehn um sie die Stürme.
Kaum schwingt der leichte Vogel sich zu ihnen,
Doch mühsam über ungezählte Stufen
Gelangt der Mensch zu diesen Burgruinen.
Sind′s wohl aus röm′scher Vorzeit Ueberreste,
Hat hier der Feind der Welt, die er beherrschte,
Tiberius erbauet eine Veste?
Ein andrer Kaiser ist′s, der Held vom Norden
Der Hohenstauf′ ist mit dem rothen Barte
Der Insel Herr, des Schlosses Gründer worden.
Und wo der Waiblinger in freiern Tagen
Gethront, denkt oft ein Dichter dran, den Namen
Der Großen einst zu feiern, die ihn tragen.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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