Fürchterlich saust der Orkan; es schäumt das Meer aus dem Grund auf,
Wolken bersten, es scheint heut′ die Natur zu vergehn.
Regen schüttet, es zittert die Erd′, es wüthet der Donner,
Eichen splittern, der Wind wurzelt in Wahnsinn sie aus.
Grauenerweckende Nacht! der verheerende Blitz nur beleuchtet,
Stürme wehen das Haar schrecklich dem Maler empor,
Stürme fassen ihm schon den Regenschirm, und der Blitz zuckt
Flammend auf ihn, doch er bleibt, malt und studirt die Natur.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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