Berg der Götter und Helden, Triumphatoren und Sieger,

Welche Gedanken du mir, welche Erinn′rungen weckst!

Denk′ ich der Scipionen und all′ der alten Heroen,

Wie der Feldherr, das Heer dich im Triumphe betrat!

Wie der Lorbeerbekrönte dem capitolinischen Herrscher

Für den verliehenen Sieg dankbar ein Opfer gebracht!

Stolz, wie du bist, verleugnest du auch in heutigen Tagen

Noch den gebietrischen Geist, noch den gewaltigen nicht.

Heute noch fährt im prunkenden Zug der röm′sche Senator

Just vor dem Carneval in der Perücke herab.


Das Gedicht "Capitol" stammt von   (1804 - 1830).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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