Laß in den Garten mich ein, wo deine Versammlung erzählet,

Immer hab′ ich ja gern lustige Schwänke gehört;

Glücklich sind die, so dir lauschen, gewiß der olympische Vater

Schämte sich nicht und mit Lust hört′ ein Histörchen er an.

Glücklich sind sie. Doch über den Alpen versteht man die Späße

Nicht mehr, in Deutschland ist man allzu gebildet und fein.

Man erröthet, man spricht von Moral, und hat sie im Munde,

Aber im Herzen ist man, aber im Leben ihr Feind.

Doch so ist′s immer. Man trieb in Eden Alles in Unschuld,

Und nach dem Sündenfall kam erst der Teufel in Ruf.


Das Gedicht "Boccaccio" stammt von   (1804 - 1830).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte