Weicht von mir, ihr Bilder-lockender Lüste,

Ihr schwellender Leiber weißwogende Brüste,

Ihr dunkler Augen feuchtschimmernde Gluthen,

Ihr Lippen so süß im Kuß zu verbluten!

Nicht will ich umschlungen von weichen Armen,

Umkost von des Weibes Dufthauch, dem warmen,

Die Sinne letzen im Taumel der Wonne –

Zu dir die Seele hinaufstrebt, Ursonne!

O laß mich baden in seliger Klarheit!

O sprich zu mir: ewige göttliche Wahrheit!


Das Gedicht "Weicht von mir..." stammt von   (1864 - 1913).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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