Componirt.
Strahlen wie Sterne duftigklar
Mir deine Augen, die tiefblauen,
Zieht mich ein Sehnen wunderbar
Nach selig-fernen Himmelsauen.
Die echte Liebe treu und wahr,
Wähn' ich auf sonnigem Grund zu schauen,
Als kennt' ich dich schon viele Jahr',
Möcht' ich die Seele dir vertrauen.
Reich' mir zum Kuß die Lippen dar,
O runzle nicht die zarten Brauen,
Umduftet süß von deinem Haar,
Laß Frieden auf mich niederthauen.
Ich bin so glück- und trostesbar...
O maienschönste aller Frauen
Sei du dem flügellahmen Aar
Die Sonne in der Nebel Grauen! ...
Das Gedicht "Strahlen wie Sterne duftig klar..." stammt von Wilhelm Arent (1864 - 1913).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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