O lass' mich küssen dein Gewand,

Du Einzige-Holde, Heilig-Reine,

Ich weiß: daß ich in dir nur fand

Der Liebe Glück, nach dem ich weine.

Entsühne mich vom irdischen Tand,

Ganz sei dein Fühlen auch das meine,

Lass' in der Liebe Wunderland

Uns träumen süß das Ewig-Eine.

Du giebst mir deine Zauberhand,

Tief unter uns stirbt das Gemeine –

Du führ'st mich an des Abgrunds Rand

Vorbei zum ewigen Sonnenscheine.


Das Gedicht "O lass mich küssen dein Gewand..." stammt von   (1864 - 1913).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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