O Anna glaub', ich lieb' nur dich,

Nur dich sucht meine Seele,

Du bist der Schönheit Stern für mich:

Ganz Licht, ganz ohne Fehle.

Dein Wort mein dürstend Herz nur füllt,

Dein Glück hellt meine Nacht –

Kämpf' ich auch jetzt nebelumhüllt:

Als Sieger end' ich die Schlacht.

Als Sieger kehr' ich zu dir mein Kind,

Meiner Tage Sehnsucht und Traum,

Dein Odem umweht mich friedenslind,

Daß ich fern je – weiß ich kaum.

An deiner Brust stirbt der Dämon Schmerz ...

O holde Mährchenstund!

Immer wieder küss' ich, du einziges Herz,

Deinen vielsüßen Kindermund.

Ich frage dich nicht; ich weiß es genau:

Mein ist dein reiches Gemüth,

Mein der seligleuchtende Frühlingsthau,

Der deinen Augen entsprüht.

Mein bist du; mein, o Seligkeit!

Einzigmein in Lust und Graus!

Meine Gottheit bist du in Ewigkeit!

Und stirbst du – dann Sonne lisch' aus.


Das Gedicht "Meine Gottheit bist du in Ewigkeit" stammt von   (1864 - 1913).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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