Lach′ nicht des Kindes Märchenglauben,

Was ist′s denn, was dein Geist erfand?

Was sind die Bibeln, die Systeme

Denn anderes als Märchentand?

 

Ein Jeder dichtet seinen Himmel

Wie′s ihm behagt in′s Blau hinein,

Und über einem Märchen brütend

Schläft endlich er ermüdet ein.


Das Gedicht "Märchenglaube" stammt von   (1864 - 1913).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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