Ein freudlos erlösungheischend Geschlecht,

Des Jahrhunderts verlorene Kinder,

So taumeln wir hin! weß Schmerzen sind echt?

Weß Lust ist kein Rausch? wer kein Sünder? ...

Selbstsucht treibt Alle, wilde Gier nach Gold,

Unersättlich Sinnengelüste,

Keinem Einzigen ist Mutter Erde hold –

Rings graut nur unendliche Wüste!

Chaotische Brandung wirr uns umtost;

Verzehrt von dämonischen Gluthen,

Von keinem Strahl ewigen Lichts umkost,

Müssen wir elend verbluten...


Das Gedicht "Des Jahrhunderts verlorene Kinder" stammt von   (1864 - 1913).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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