Wälder. Berge. Sternfall. Ströme.

Wolken rauschen, grauer Bart.

Lager zwischen Gräsern. Tierlaut.

Gott der Wildnis. Sonne tönt!

 

Städte glühen. Staaten wölben.

Pflaster knistert. Straßen schwingen.

Strahlen-Augen. Himmel-Hand.

Meeresküste. Schiff im Fernen.

 

Baum ins Blaue mächtig kreisend.

Reise. Fischfang. Nächtiges Feuer.

Herz, draus goldene Stürme stoßen.

Ruf ins Weltall: Sieg! und: Sieg!

 

Vater des Planeten. Zeus.

Blitz im Auge, mildes Licht.

An den Schultern siedeln Dörfer.

- O daß deine Hand ich hielte!

 

Ruhst du unter meinen Schritten?

Quillst du, Erden-Leib?

Frühling blühst du, Winter sinkst du.

Welt du, Klang und Sterne.


Das Gedicht "Walt Whitman" stammt von   (1895 - 1925).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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