Da das Herz im Schlaf erzittert,
Lunge schwebt empor.
Licht erstrahlt durch Wimpern-Gitter.
Aufgedreht der Raum! Ein Chor
Klarer Stimmen. Pyramide.
Gläsern, Saite, klingt das Ohr.
In das Wirrsal land ich wieder.
Träne netzt den Mund.
Wolken schlingen sich im Liede.
Schläfe Mosaik. Wie bunt
Rieselt Himmel! Nebeldach
Schwärmt näher, und
Ein vergeßner Ätherbach
Badet süß das Haupt.
Du Verstoßner, Mensch! erwach:
- Innige Heimat, Heimat Schlafes, trunkne Heimat Dir geraubt!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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