Komm, holder Schnee! Verschütte dies schwere Herz!

Mit deiner Gnade zaubre die Träne starr,

so aus der ewigen Quelle rinnet,

täglich geboren, geliebt noch immer.

 

O gib, daß mir aus dieser verlorenen Qual,

der bittern, werde das große, das ernste Grab,

darin ich mich zur Ruhe finde:

weinende, liebend erlöste Seele.


Das Gedicht "Komm, holder Schnee..." stammt von   (1895 - 1925).


Anmerkung

Alternativer Titel: Sein letztes Gedicht




Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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