Im verlebten Aug, dem starren
Lächeln such ich oft die Züge,
Derer, die - kein Maß galt - liebten
Bis zum Irrwahn, bis zur Lüge,
Les in falschen Zärtlichkeiten,
Müdender Bewegung Bahnen
Wie in eines Traumbuchs Seiten
Von der Sehnsucht, der vertanen.
Hinter Gleichmut, Ödnis, Leere
Spür ich fern der Lüge Mauern
Noch der Wollustnächte Schwere
Und im Schlafe selbst ein Schauern.
Keines Zufalls Stimme, liebe
Ich die Gier des Tods, der Keimnis
Und im Schlaf voll fad-geübter
Zärtlichkeit noch das Geheimnis.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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