Wenn die blätter gelblich werden
Und der kühle wind sie bricht
Schwach und schwächer stets auf erden
Nieder strahlt der sonne licht:
Hören auch die herzen wieder
Auf des wechsels ewigen ruf
Blumen blätter sinken nieder
Die der lenz in ihnen schuf.
Was zu hoffnung und zu wonne
Weckte sommer-sonnenstrahl
Schwindet vor der wintersonne
Und wir trauern kalt und kahl.
Das Gedicht "Wenn die Blätter gelblich werden" stammt von Stefan George (1868 - 1933).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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