Ein jeder hüte sich vor Netze, Strick und – – Fall,

Die Tugend rufet ihn, und zwar mit starkem – – Schall

Fast alle Stunden zu: Wer nur zu mir will – – kommen,

Ja wer sich meinen Dienst mit Ernste – – vorgenommen,

Der ist sehr hoch beglückt, und hat den besten – – Schatz,

Und wahre Ruh erwehlt. Der Tugend Sammel – – Platz

Kan nicht in Seelen seyn, die wie die Thoren – – rasen,

Und mit der Unvernunft und Aberglauben – – spasen.


Das Gedicht "Ohne Thema" stammt von   (1711 - 1740).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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