Der Epheu stellet mir,

Das Bild von einem wahren Christen für.

Der Epheu wächst nicht auf der Erde, wie der Klee;

Er flicht sich in die Höh,

Und schlingt sich um die hohen Bäume.

So macht es auch ein ächtes Christen-Kind,

Das sein Vergnügen nicht auf dieser Erde findt:

Es schwingt sich in die Höh zu Gott hinauf,

Und bleibt daselbst nach seines Worts Verlangen

Ganz feste an ihm hangen,

Und führt im Himmel seinen Lauf.


Das Gedicht "Gedanken über den Epheu" stammt von   (1711 - 1740).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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