Eine Welle treibt die andre, also macht es auch ein Christ,
Wenn er auf dem Unglücks-Meere unter Sturm und Winden ist:
Ein Gebeth, ein heiser Seufzer treibt den andern immer fort;
Eine Thräne jagt die andre, bis er kömmt zum Seegens-Port.
Gedichte
Eine Welle treibt die andre, also macht es auch ein Christ,
Wenn er auf dem Unglücks-Meere unter Sturm und Winden ist:
Ein Gebeth, ein heiser Seufzer treibt den andern immer fort;
Eine Thräne jagt die andre, bis er kömmt zum Seegens-Port.
Das Gedicht "Eine Welle treibt die andre..." stammt von Sidonia Hedwig Zäunemann (* 1711-01-15, † 1740-12-11).
Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.