Dich hat der abgewichne Tag

Gesteh es nur! gar nicht geschmerzt,

Dieweilen du die Zieglerin geherzt.

Ich will dir zwar dieß Glücke gönnen;

Doch hast du mir nicht wehren können,

Wenn ich an gleiche Lust gedacht,

Und damit einen Theil vom Tage zugebracht.

Ich habe, welches dich vexirt,

Des Gottscheds Zärtlichkeit verspührt.


Das Gedicht "Dich hat der abgewichne Tag..." stammt von (* 1711-01-15, † 1740-12-11).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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