Dich hat der abgewichne Tag
Gesteh es nur! gar nicht geschmerzt,
Dieweilen du die Zieglerin geherzt.
Ich will dir zwar dieß Glücke gönnen;
Doch hast du mir nicht wehren können,
Wenn ich an gleiche Lust gedacht,
Und damit einen Theil vom Tage zugebracht.
Ich habe, welches dich vexirt,
Des Gottscheds Zärtlichkeit verspührt.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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