Ist gleich Athen mit seinen Mauren,

Und Heiligthümern umgerissen;

So ist der Schade doch nicht zu betauren,

Dieweil an Thürings Flüssen,

Das Weisheitsreiche Jena liegt;

So des zerstöhrten Vorrecht kriegt.

Da ist der Kern der Lehrer und der Lehren:

Drum mag es wohl durch seinen Glanz und Schein,

Das andere Athen und Phöbens Tempel seyn.


Das Gedicht "Auf die Universität Jena" stammt von   (1711 - 1740).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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