Wie künstlich ist nicht die Natur?

Sie weiß aus denen schlechten Sachen

Ein groß und prächtig Werk zu machen;

Man findet da die schönste Spuhr.

Ihr unterirdisches verrichten

Ist so vollkommen und geschickt,

Daß man nicht kan was bessers dichten.

Weil ihr es nur allein in allen Sachen glückt.

Kein Mensch weis ihr

In Kunst und Bildung beyzukommen,

So gut er auch den Stof genommen.


Das Gedicht "Auf die Natur" stammt von (* 1711-01-15, † 1740-12-11).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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