Wie künstlich ist nicht die Natur?
Sie weiß aus denen schlechten Sachen
Ein groß und prächtig Werk zu machen;
Man findet da die schönste Spuhr.
Ihr unterirdisches verrichten
Ist so vollkommen und geschickt,
Daß man nicht kan was bessers dichten.
Weil ihr es nur allein in allen Sachen glückt.
Kein Mensch weis ihr
In Kunst und Bildung beyzukommen,
So gut er auch den Stof genommen.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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