Ist heut ein Mensch schön, munter, weis und roth;

So ist er morgen blaß und todt.

Der Schönheit Schmuck verschwindt

Wie Rauch und Wind.

Drum Mensch, bist du mit Schönheit oder Jugend,

Mit Glück und Kunst und Gaben ausgerüst,

Gedenke, daß du Staub und Erden bist.

Bestrebe dich vielmehr vor allen,

Nur Gott; nicht Menschen zu gefallen.

Bemühe dich um schöne Geistes-Gaben,

So lebst du, hat man dich schon längst begraben.


Das Gedicht "Auf die Flüchtigkeit des Lebens" stammt von (* 1711-01-15, † 1740-12-11).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte