Und Bruder! Wenn er denn vom Fenster her die Laube sieht.
Wie trieg ich mich? so sagt er dann, eine Laube steht dort
auf dem Ryken des Hygels! Gewiß! die hat mein Sohn gebaut.
Gesegnet sey er! Ihn haelt′ die Ruhe der Nacht nicht ab, fyr
unsers Alters Freude zu sorgen! Dann, Bruder! dann ist uns
der ganze Tag voll Wonne. Denn wer am Morgen was gutes
beginnt, dem gelingt alles besser, und auf jeder Staude
waechßt ihm Freude.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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