Ach Amor, lieber Amor!

Schon an dem ersten May

Baut in des Gartens Ecke

Ich den Altar für dich,

Und pflanzte Rosenhecken

Und Myrthen drüber her:

Und lag nicht jeden Morgen

Thauvoll ein Blumenkranz

Auf deines Altars Mitte?

Ach alles war umsonst!

Schon streifen Winterwinde

Das Laub von Baum und Strauch,

Und Phillis ist noch spröde,

Spröd wie am ersten May.


Das Gedicht "An den Amor" stammt von   (1730 - 1788).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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