Der bunte Finke baut sein Nest
dem schönsten Waldbaum ins Geäst.
Am ersten soll die Hochzeit sein.
"Der Baum ist mein."

Da kommt ein Mann im Jägerkleid
und misst den Baum, wie hoch, wie breit,
und gräbt dem Baum ein Zeichen ein.
"Der Baum ist mein."

Ein kleiner Wurm, man sieht in kaum,
guckt mit dem Köpflein aus dem Baum
und lacht und spricht ganz leise:
"Nein, der Baum ist mein."


Das Gedicht "Der Holzwurm" stammt von   (1840 - 1905).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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