Hinterm Elternhaus am kleinen Weiher,
dicht umdunkelt rings von Weidenruten,
breitet eine Pappel ihre schwanken
Zweige nickend über Schilf und Fluten.
Seltsam heimlich ist′s an diesem Orte;
schon als Knabe hab ich hier gesessen
und mich ausgeweint im Schutz der hohen
Binsen und mein junges Leid vergessen.
Wieder starr ich in das schwarze Wasser,
aber keine Träne will mir kommen;
nur die schwanken Pappelzweige seh ich
dort sich spiegeln, winkend, bleich, verschwommen.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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