Hinterm Elternhaus am kleinen Weiher,

dicht umdunkelt rings von Weidenruten,

breitet eine Pappel ihre schwanken

Zweige nickend über Schilf und Fluten.

 

Seltsam heimlich ist′s an diesem Orte;

schon als Knabe hab ich hier gesessen

und mich ausgeweint im Schutz der hohen

Binsen und mein junges Leid vergessen.

 

Wieder starr ich in das schwarze Wasser,

aber keine Träne will mir kommen;

nur die schwanken Pappelzweige seh ich

dort sich spiegeln, winkend, bleich, verschwommen.


Das Gedicht "Zuflucht" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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