Ganz in Eines flocht, o Gott, der Tanz

unsre bang beseligten Gestalten;

und ich sah, ihr schweres Haar war ganz

von dem einen Silberpfeil gehalten.

 

Und da hob sich schon ihr Mund und bog

sich mir dar mit bittendem Gefühle;

willenlos ein Blick, und im Gewühle

blitzt der Pfeil auf, der zu Boden flog.

 

Und sie senkte tief ihr heiß Genick,

plötzlich ganz von ihrem Haar umflossen;

und ich habe diesen Augenblick,

den mir Gott gegeben hat, genossen.


Der Text des Gedichts "Im Fluge" stammt von (* 1863-11-18, † 1920-02-08).




Weitere gute Gedichte von Richard Dehmel zum Lesen.



Zur Startseite: Gedichte