Mit gesenkten Blicken

durch die Menge hin,

durch die fremde dunkle Menge,

eine traumentstiegene Palme,

kam die junge Priesterin.

 

Mit geschlossenen Wimpern

an den Altar hin,

ruhig an den flammenden Altar,

eine nachtgewiegte Zypresse,

trat die junge Priesterin.

 

Mit aufstrahlenden Augen

in zwei andre Augen hin,

Augen aus der Fremde,

niegesehene Heimatsaugen,

eine starre Mimose,

stand die junge Priesterin.

 

Mit hochzuckenden Händen

vor die Flamme hin,

vor die heilige Opferflamme,

eine blitzgetroffene Zeder,

sank die junge Priesterin.

 

Mit weit offenen Armen

in die Nacht dahin,

wild hin in die fremde Nacht,

eine sturmergriffne Liane,

schwand die junge Priesterin.


Das Gedicht "Dahin" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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