Samen warm in tiefer Luft.

Zweier Odem durchschauernder Duft.

 

Schweigendes Sagen,

Seligsein,

Feuchtleuchtende Sterne

Schauen drein.

 

Glückes Röte auf träumenden Wangen

Über Nacht aufgegangen.

 

Schlummernde Seelen die Traum führen,

Tauige Welten in sich spüren

Besamte.


Das Gedicht "Samenzeit" stammt von (* 1854-09-11, † 1904-04-07).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte