O komm leise, leise komm,

Laß das Licht und sieh, wie fromm

Da liegt es, Atem steigt

Als Gebet noch, Lippe schweigt

Schläft in lieber Heimlichkeit.

Hin nun weiht

Dir sich hin sein ganzes Leben.

Du hörst die fromme Seele beben.

Nun kannst du ihr den Segen geben

Für die Nacht.

Gute Nacht!


Das Gedicht "Raphael" stammt von (* 1854-09-11, † 1904-04-07).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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