Mutwillige Mädchenwünsche

Haben Flieder

Niedergebogen,

Blauen und weißen.

Wie Tauben sind sie weitergeflogen,

Mit Wangen, wilden und heißen.

Hoch in warmen, schelmischen Händen

Haschender Sonne

Geschwungene Strahlen.

Hellbehende Wonne

Weißer Kleider

Weht.

 

Mutwillige Mädchenwünsche

Haben sich Flieder

Niedergebogen,

Blauen und weißen, -

Sind weitergezogen ...


Das Gedicht "Maienwind" stammt von   (1854 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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