Ein bleiches Antlitz leidet hin

Im Lebensleide bebt sein Sinn,

Die Schmerzen aller im Gesicht,

Mag es das eigen Dasein nicht.

 

Zu eigenem Weh die fremde Lust,

Wie schlägt sie herb dir auf die Brust:

Zu eigener Lust das fremde Leid,

Vergällt zerschreckt dir deine Freud′.


Das Gedicht "Leidensantlitz" stammt von (* 1854-09-11, † 1904-04-07).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte