Die Sonne:

 

Bin von Seimen überfließend!

Tag rings in Runde gießend,

Wohin meine Blicke schenkten.

Alles sprießend!

 

Der Tag:

 

Tagvergießerin,

Blumensprießerin,

Traubensüßerin,

Erdengrüßerin,

Glutansauserin,

Licht-Erbrauserin,

Raumaufspalterin,

Kraftzaumhalterin,

Siehe dein Sohn!


Das Gedicht "Der Tag und die Sonne" stammt von (* 1854-09-11, † 1904-04-07).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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