Schnell, schnell, Besen,

Feg die Stube rein;

Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,

Muß alles sauber sein!

 

Wisch, wisch, Lappen,

Über Stuhl und Schrank;

Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,

Sind sie blitzeblank!

 

Blüh, Blüh, Blume,

Blüh recht frisch;

Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,

Stehst du auf dem Tisch!

 

Herz, Herzmuttchen,

Schnell das neue Kleid;

Bis Väterchen zum Kaffee kommt,

Ist nur noch wenig Zeit!

 

Tick, tick, Uhrchen,

Renn doch nicht so fix;

Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,

Mach ich meinen Knix!

 

Fertig, alles fertig,

Der Kuchen ist auch da;

Der Kaffee kommt, der Vater kommt,

Mein Verschen kann ich ja:

"Heut ist Dein Geburtstag!"


Das Gedicht "Vaters Geburtstag" stammt von (* 1862-10-31, † 1918-07-09).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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