Jung jung drei Bäumchen

Wachsen im Wiesengras,

Jung jung drei Bäumchen

Sagen mir was.

 

Das erste hat sich

So gequält!

Hat alle seine siebentausend

Blättchen gezählt.

 

Das zweite trägt Pfläumchen,

Schlicker-schleckerfein,

Hätt′ es dein Zähnchen

Es äße sie allein!

 

Das dritte, das dritte

Schüttelt sich blos;

Fallen lauter Blüten

in meinen Schoß!

 

Sag ich schön Dank,

Geh ich nach Haus,

Mach ich Rumpumpeln

Ein Kränzchen draus!


Das Gedicht "Drei Bäumchen" stammt von (* 1862-10-31, † 1918-07-09).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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