Schnipsel, schnipsel, Scherchen,
Schneid mir ein Gewehrchen;
Schieß ich mir ein Häschen tot,
Brat′s dem Kind zum Mittagbrot.
Die Schnitzel fliegen zum Fenster hinaus
Durch den Sonnenschein in des Gärtners Haus;
Der hat seine Freude dran,
Oder kuckt sie gar nicht an,
Oder streut sie in den Wind
Oder schenkt sie seinem Kind;
... schnipsel, schnipsel, Scherchen ...
Das Gedicht "Das Scherchen" stammt von Paula Dehmel (* 1862-10-31, † 1918-07-09).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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