Die Welt ist laut,
Und ich bin still!
Erloschen sind die Flammen.
Ich kann nicht mehr,
So wie ich will!
Den Rausch muß ich verdammen.
Die Welt ist laut,
Ich möcht so viel!
Doch bring ich′s nicht zusammen.
Gedichte
Paul Scheerbart
Die Welt ist laut,
Und ich bin still!
Erloschen sind die Flammen.
Ich kann nicht mehr,
So wie ich will!
Den Rausch muß ich verdammen.
Die Welt ist laut,
Ich möcht so viel!
Doch bring ich′s nicht zusammen.
Das Gedicht "Die Welt ist laut..." stammt von Paul Scheerbart (1863 - 1915).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.