Ich hab empor gesehen und geglaubt,
im Fenster dort ging auf der Sonne Glanz;
die Brust noch drinnen, vor gelehnt das Haupt,
um's schöne Haar schlang sich ein Veilchenkranz.
Gib acht, Signor, daß ich dich nicht verwunde.
Du trägst der Liebe Waffen auf dem Haupt.
Zwei Löckchen sind auf deinem Haupt zu sehn,
blickst empor, so ist's um dich geschehen.
Das Gedicht "Am Fenster" stammt von Paul Heyse (1830 - 1914).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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