Sei mir tausendmal gegrüßet,

der mich je und je geliebt,

Jesus, der du selbst gebüßet

das, womit ich dich betrübt;

ach, wie ist mir doch so wohl,

wenn ich knien und liegen soll

an dem Kreuze, da du stirbest

und um meine Seele wirbest.

 

Heile mich, o Heil der Seelen,

der ich krank und traurig bin;

nimm die Schmerzen, die mich quälen,

und den ganzen Schaden hin,

den mir Adams Fall gebracht,

und ich selber mir gemacht;

wird, o Arzt, dein Blut mich netzen,

wird sich all mein Jammer setzen.

 

Schreibe deine blutgen Wunden

mir, Herr, in das Herz hinein,

daß sie mögen alle Stunden

bei mir unvergessen sein;

du bist doch mein schönstes Gut,

da mein ganzes Herze ruht.

Laß mich hier zu deinen Füßen

deiner Lieb und Gunst genießen.

 

Diese Füße will ich halten,

Herr, so fest ich immer kann.

Schau, o schau mein Händefalten

und mich selber freundlich an

von des hohen Kreuzes Baum

und gib meiner Bitte Raum,

sprich: Laß all dein Trauern schwinden;

ich, ich tilg all deine Sünden.


Das Gedicht "Sei mir tausendmal gegrüßet" stammt von   (1607 - 1676).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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